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Ebner's Waldhof Magazin
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Köstlichkeiten zur Morgenstund

Frisches Backwerk aus der Bäckerei Frauenlob

„Ich bin schon einmal im Stehen eingeschlafen!" Ja, das Bäckerhandwerk ist bekannt für seine außergewöhnlichen Arbeitszeiten. Es bedeutet frühes Aufstehen, denn der Tag eines Bäckers beginnt schon weit vor dem ersten Hahnenkrähen. Mitten im idyllischen Ort Fuschl versorgt die Bäckerei Frauenlob Einwohner und Gäste mit frischem Brot und Gebäck. Bäckermeister Bartholomäus Frauenlob hat sich Zeit genommen, uns einen Einblick hinter die Kulissen zu geben und mehr über das Bäckerhandwerk der Gegenwart zu erfahren.

Kein knisterndes Feuer im Holzofen. Kein kräftezehrendes Teigkneten. Die Bäckerei Frauenlob ist im heutigen Zeitalter angekommen. Ein moderner Backofen, eine Teigknetmaschine, ein Teigportionierer und andere zeitgemäße Geräte sind in der Backstube zu finden. „Ohne diese Geräte könnten wir nicht mit der großen Konkurrenz am Markt mithalten", klärt uns Bartholomäus auf. Seit 1961 ist die Bäckerei bereits in Familienbesitz, 1992 übernahm er die Bäckerei von seinem Vater. „Mein Sohn ist auch Bäckermeister. Er wird meine Nachfolge antreten", freut sich Bäckermeister Frauenlob.

Auch Bäcker essen gerne Brot

Bartholomäus wiegt Mehl, das er von seinem Cousin, einem Müllermeister aus Plainfeld bezieht, sowie Salz und gibt alles in die Schüssel des großen Teigrührgeräts, das die Zutaten zu einem weichen Teig knetet. Ist er fertig, wird der Teig in gleich große Stücke portioniert. Mit schnellen und gekonnten Handgriffen, gelernt ist gelernt, entstehen aus den kleinen Teigkugeln Kaisersemmeln, Salzstangen, Brezen und Mohnweckerl. Noch schnell Gewürze auf die Backwaren und ab in den Ofen damit. An einem Tag produzieren Bartholomäus und seine drei Mitarbeiter in der Backstube rund 2.000 Stück Kleingebäck, wie Semmeln sowie je zehn Laibe von 30 Brotsorten. Auf die Frage, ob er selbst noch Lust auf Gebäck hat, erwidert Bartholomäus: „Natürlich. Selbstgemachtes Gebäck schmeckt einfach wunderbar. Nur leider gewöhnt man sich an den Duft von frischem Brot. Dann fahr ich einfach eine Woche in den Urlaub, und wenn ich zurück bin, nehme ich den köstlichen Geruch wieder wahr.“ 

Kreativität, die schmeckt

Bartholomäus ist Bäcker aus Leidenschaft. Das zeigt sich nicht nur an der Art und Weise, wie er über seine Arbeit erzählt. Die vielen verschiedenen Gebäcksorten, die im Verkaufsraum zu finden sind, zeugen von dem Willen und dem Antrieb, Neues auszuprobieren. „Zu Zeiten meines Vaters hielt man sich streng an die gewohnten Rezepte. Ich liebe es jedoch, neue Gebäcksorten zu kreieren. Man muss heutzutage mit der Zeit gehen und auf die Vorlieben der Kunden eingehen.“ Welche Vorlieben das sind? „Unsere Bio-Kornsemmeln oder unsere Joghurt-Weckerl zum Beispiel. Unsere Kunden freuen sich über neue, gesunde Kreationen.“

Bäcker und Brot verbrannt

Im Alltag eines Bäckers läuft jedoch auch nicht immer alles glatt. „Einmal bin ich im Stehen eingeschlafen. Aufgewacht bin ich erst, als ich mich an einem heißen Blech brannte", erzählt uns Bartholomäus mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Damals war ich noch in der Lehre, hatte mich noch nicht an das frühe Aufstehen gewöhnt." Herrschen Stress oder Hektik in der Backstube, kann es auch passieren, dass Brötchen verbrennen. Doch in der Bäckerei Frauenlob wird nichts weggeschmissen. „Übrig gebliebenes Brot wird zerkleinert und den Bauern im Ort zur Fütterung gegeben."


Echtes Handwerk, auch in Zukunft

Von industriell gefertigten Backwaren hält Bartholomäus nicht viel. „Dort wird nur noch maschinell produziert, das hat doch nichts mehr mit dem Bäckerhandwerk zu tun." In der Bäckerei Frauenlob arbeitet man zwar nicht mehr wie vor Hunderten Jahren, mit handbefeuertem Holzofen, doch man bleibt seinem Handwerk treu. Das schätzen auch die Fuschler und die Hoteliers der Region. „Wir beliefern Hotels, Pensionen und Gasthöfe mit unseren Produkten. In Ebner's Waldhof kommen vor allem unsere Bio-Kornsemmeln gut an.", bemerkt Bartholomäus. Und so freut man sich in Fuschl über frisches Brot von einem echten Bäcker, der sein Handwerk liebt und versteht.

Man muss heutzutage mit der Zeit gehen

Erzählt für den Ebner’s Waldhof von Teresa

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