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Ebner's Waldhof Magazin
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Ein wundersames Eiland

Die Sage vom Ochsenkreuz

In der Fürbergbucht, nur unweit von St. Gilgen entfernt, erhebt sich die einzige Insel des Wolfgangsees aus den türkisblauen Fluten. Viel Platz ist nicht auf dem kleinen Stück Land, das nur wenige Meter vom Ufer entfernt den Wellen und dem Wetter trotzt. Doch wie die Geschichte so oft zeigt, kommt es auf die Größe nur selten an. Eine Legende berichtet nämlich von Wundersamem, das sich dereinst auf dieser kleinen Insel zugetragen haben soll. Von St. Gilgen aus ist es eine kurze, aber um so schönere Wanderung in Richtung des Falkensteins und entlang des Seeufers, die uns auf einen Felsen oberhalb der kleinen Insel führt. Klein und unscheinbar liegt sie unter uns, dabei hat sie so viel zu erzählen.

Die Geschichte vom Ochsenkreuz: Ein Metzger trieb seinen Ochsen das Seeufer entlang, um ihn zur Schlachtung zu führen. Da bekam es das Tier plötzlich mit der Angst zu tun und tat einen Satz auf das Wasser zu. Hilflos hängte der Metzger an dem Seil, das ihn mit dem Ochsen verband und wurde bald weit ins Wasser des Sees hinausgezogen. Todesangst quälte den Mann, denn er konnte nicht schwimmen und musste fürchten, in den Fluten des Wolfgangsees zu ertrinken. Doch das Schicksal meinte es gut mit dem Metzger. Schon bald erreichte der Ochse die kleine Insel im See und Tier und Metzger konnten auf dem kleinen Stück Land auf ihre Rettung warten. 

Dank in Wachs gegossen

Doch damit fand die Geschichte noch kein Ende. Nachdem der Metzger tatsächlich gerettet worden war, gelobte er, das Gewicht des Ochsen in Wachs zu opfern. Wachs war in vergangenen Zeiten nämlich ein wertvolles, teures Material und Kerzen wurden nur bei besonderen Gelegenheiten entzündet. Als der Ochse jedoch gewogen wurde, maß sein Gewicht auf wundersame Weise nur vier Pfund. Dem Ochsen wurde nach diesen denkwürdigen Ereignissen das Leben geschenkt und so lebten Ochse und Metzger glücklich weiter bis an ihr Ende.

Vom Ochsen und seinem Metzger

Sage oder Realität?

Auch wenn es klingt wie ein Märchen, so scheint doch ein wahrer Kern in dieser Geschichte zu stecken. Bereits im Jahr 1567 wurde nämlich ein gemauerter Bildstock auf der kleinen Insel im See errichtet, der an die Errettung des Metzgers erinnern sollte. Die Insel wurde fortan Metzgerinsel genannt und der Bildstock ging als das Ochsenkreuz in das Reich der Sagen und Legenden des Salzkammerguts ein.

Erzählt für den Ebner’s Waldhof von Caro

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