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Ebner's Waldhof Magazin
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Vom süßen Kraut, das Schmerzen lindert

Unsere Kräuterhexe erzählt vom Mädesüß

Das Mädesüß ist ein Kraut voller Geheimnisse und trägt große Wirkungen in sich. Es hilft Diebe zu entlarven, den Mann fürs Leben zu finden und sich von lästigen Schmerzen zu befreien. Karin Pinwinkler, die Kräuterhexe vom Waldhof, verrät uns bei einem Spaziergang durch den Kräutergarten spannende Einzelheiten zu dem interessanten Kraut.

Der Name der Heilpflanze „Mädesüß“ kommt aus dem Mittelalter. Hier wurde das Kraut als Gewürz für Met, den gern getrunkenen Honigwein, genutzt - also, wie der Name schon sagt, als „Metsüße“. Im Laufe der Jahre hat sich dieses Wort zum Namen Mädesüß entwickelt. Einer anderen Quelle zufolge leitet sich der Name des Krauts von „mähen“ ab, denn es verleiht gemähtem Gras einen süßen Duft. Und genau das zeichnet die Heilpflanze aus – die Süße.

Aspirin aus der Natur

Salicylsäure – frisch aus der Natur

Auch im Waldhof Kräutergarten blüht das süße Kraut. Karin erklärt uns bei unserem Gang durch die Beete: „Mädesüß ist das natürliche Aspirin. In Tropfenform eingenommen befreit es uns von Schmerzen und Wehwehchen.“ Mädesüß ist die erste bekannte Quelle von Salicylsäure, aus der Aspirin synthetisiert wird. In Form einer Tinktur hilft es gegen Kopfweh und als Tee schafft es Abhilfe bei Erkältungskrankheiten, rheumatischen Beschwerden und wird als Nierenmittel eingenommen.

Ein Bad in Mädesüß

Karin erzählt von einem Gast, dem sie aufgrund starker Schmerzen ein Bad aus Mädesüß bereitete. Dabei wurden ganze Stängel des Krauts abgeschnitten, in eine Wanne gelegt und mit heißem Wasser übergossen. „Nach einigen Jahren meldete sich dieser Gast wieder und bedankte sich für den Tipp mit dem Bad. Leider kann er das bei sich zu Hause nicht in dieser Form umsetzen, da das Kraut in Apotheken lediglich in Blätterform erhältlich ist.“ Doch wer weiß, vielleicht hat er sich das Mädesüß nun selbst im Garten angepflanzt.

Ein Kraut für jede Lebenslage

Neben seiner Arzneiwirkung kann Mädesüß auch bei der Entlarvung von Dieben helfen – so erzählt es zumindest der Volksglaube. In der Mittsommernacht gesammelt, wird das Kraut ins Wasser gelegt. Schwimmt es oben, ist der Dieb weiblich, sinkt die Pflanze, ist der Dieb ein Mann. Auch aphrodisierend soll Mädesüß wirken: Wird das Öl der Pflanze eingeatmet, soll es attraktiv machen und kann so auch bei der Suche nach dem Mann für‘s Leben helfen. Ebenso wird Mädesüß mancherorts bei Weissagungen eingesetzt, denn als Rauchkraut wirkt es intuitionsfördernd.

Süßes für die Wildkräuterküche

Die Blüten des Mädesüß haben, wie der Name verrät, einen süßlichen Geschmack. In der Wildkräuterküche wird es gerne als natürliches Süßungsmittel verwendet. „Zu viel davon schmeckt jedoch etwas nach Krankenhaus“, rät uns Karin. In der richtigen Menge eingesetzt verleiht es Marmeladen, Säften oder Nachspeisen jedoch eine köstlich-süße Note.

Eine süße Note

Erzählt für den Ebner’s Waldhof von Teresa

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